10 Häuser. 10 Familien. 10 Erfolgsgeschichten. Es begann, wie der Großteil unserer Arbeit, mit der Evakuierung. Familien aus Frontgebieten herausholen, aus der Gefahr, aus Häusern, die nicht mehr existierten oder nicht mehr sicher waren. Aber die Evakuierung ist nicht das Ende der Geschichte, sondern erst der Anfang. Eine Familie, die mit nichts als zwei Taschen in einer Notunterkunft steht – so sieht eine typische Evakuierung aus.
REBASE ist anders. Keine Notunterkunft, sondern eine feste Adresse. Wir kaufen Häuser und übergeben sie den Familien mit einer Urkunde auf ihren eigenen Namen. Kein Kredit, kein Versprechen auf etwas Besseres irgendwann. Ein Schlüssel, eine Tür und ein Blatt Papier, auf dem steht: Das hier gehört euch. Zehn Familien. Zehn Haustüren. Zehn Adressen, an denen Kinder zur Schule gehen und wissen, dass sie nächsten Monat nicht wieder weg müssen, wo Eltern endlich an das nächste Jahr denken können statt nur an morgen.
Das ist der Teil der humanitären Arbeit, der selten Schlagzeilen macht, nicht die dramatische Rettung, sondern die stille, mühsame Nachsorge: Evakuierung, Unterkunft, Bürokratie, Notar, Schlüssel, Integration, Neubeginn. Der gesamte Bogen von der Krise zurück in ein normales Leben. Zehnmal haben wir nun erlebt, wie eine Familie ein Haus betrat, das rechtlich und dauerhaft ihr Eigentum ist, und gesehen, was es mit einem Menschen macht, endlich nicht mehr "vertrieben" zu sein, sondern schlichtweg zu Hause.